Fachbegriffe aus der Welt der Etiketten

Auf dem Gebiet der Etikettenherstellung haben sich – wie in anderen Industriezweigen auch – ganz spezifische Begriffe in der Praxis eingebürgert. Auf dieser Seite sind einige der gebräuchlichsten Fachausdrücke in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet, die für Branchenfremde als kleine Hilfestellung dienen sollen, um sich in der Fachterminologie der Etikettenindustrie leichter zurechtzufinden. Da die Herstellung selbstklebender Etiketten ein sehr weites Feld darstellt, auf dem sehr viel Entwicklungsarbeit betrieben wird, kann das Glossar schon allein aus Platzgründen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

A

Abdeckmaterial
Abfallgitter
Ablösbarer Klebstoff
Ablösbarkeit
Abriebfestigkeit
Adhäsion
Anbringungstemperatur
Anfassvermögen
Ausgestanztes Etikett
Auslaufen
Abdeckmaterial

Teil des Haftverbundes, der das Selbstklebematerial trägt. Als Trennschicht ist zumeist eine Silikonisierung aufgetragen, so dass sich das Etikett leicht vom Träger abziehen lässt.

Abfallgitter

Etikettenmaterial, welches das eigentliche Selbstklebe-Etikett umgibt; wird normalerweise nach dem Stanzvorgang entfernt.

Ablösbarer Klebstoff

Klebstoff mit niedriger Endhaftung.

Ablösbarkeit

Ein in der Praxis relativer Begriff, der beschreibt, mit welcher Kraft oder unter welchen Bedingungen Selbstklebe-Etiketten wieder abgelöst werden können.

Abriebfestigkeit

Eigenschaft einer Oberfläche, äußeren Einflüssen wie Reibung oder Scheuern zu widerstehen.

Adhäsion

Zwischen Flächen zweier Körper durch Kontakt erzeugte Bindung.

Anbringungstemperatur

Niedrigster Temperaturwert, bei der das Anbringen eines Selbstklebe-Etiketts empfohlen wird.

Anfassvermögen

Eigenschaft eines Haftklebstoffes, schon bei geringem Andrücken und kurzer Kontaktzeit auf einer Oberfläche zu haften.

Ausgestanztes Etikett

Etikett, bei dem die Stanzung durch alle Komponenten des Verbundes erfolgt.

Auslaufen

Durch ein Verlaufen der Druckfarbe längs der Papierfasern vor allem an Kanten ungleichmäßig erscheinendes Druck- oder Schriftbild.

B

Bahnbreite
Beschleunigte Alterung
Biegefestigkeit
Blasenbildung
Blocken
Buchdruck
Bahnbreite

In einer Produktionsmaschine maximal verarbeitbare Breite der Materialbahn. Als Bahnbreite bei der Kleinrolle wird auch die Breite der Rolle verstanden, die an den Kunden geliefert wird. Die Etikettenbreite inklusive des Abstandes links und rechts des Etikettes ergibt die Rollenbreite = Bahnbreite.

Beschleunigte Alterung

Mit besonders hohen Beanspruchungen wird an Materialien ein Alterungsprozess simuliert, dessen Auswirkungen Rückschlüsse auf das voraussichtliche Verhalten während der normalen Alterung zulassen.

Biegefestigkeit

Vermögen des Etiketts, einer Biegebeanspruchung zu widerstehen.

Blasenbildung

Teilweise Delaminierung zweier Oberflächen, bei der sich Blasen bilden.

Blocken

Unerwünschtes Aneinanderhaften von Oberflächen.

Buchdruck

Drucktechnik, die zu den Hochdruckverfahren zählt, da die druckenden Teile der Druckform erhöht liegen.

C

Chromopapier
Computer-Etikett
Chromopapier

Papiersorte, die durch Aufbringen einer Streichmasse eine hochglänzende bis matte Oberfläche erhält, so dass sie für einen hochwertigen Mehrfarbendruck geeignet ist.

Computer-Etikett

Selbstklebendes Etikett, das zur Bedruckung und Verarbeitung in EDV-Druckern gedacht ist.

D

Delaminierung
Dispersion
Durchreißfestigkeit
Delaminierung

Das Spalten oder Trennen einzelner Schichten in einem Verbundmaterial.

Dispersion

Stoffsystem, bei dem ein Stoff in feinster Form in einem Dispersionsmittel verteilt ist. In der Praxis werden häufig wässrige Dispersionen in Form von Lacken, Klebstoffen oder Farben eingesetzt.

Durchreißfestigkeit

Wird durch die Kraft definiert, die zum Weiterreißen eines eingeschnittenen Testetiketts unter festgelegten Bedingungen benötigt wird.

E

Eckenablösung
Einreißfestigkeit
Einzeletiketten
Emulsion
Endhaftung
Etikett mit gestanzter Anfasslasche
Etikett zur Rundverklebung
Eckenablösung

Unerwünschtes Ablösen der Etikettenecken vom Trennmaterial.

Einreißfestigkeit

Wird durch die Kraft definiert, die zum Einreißen eines Etikettenmaterials unter festgelegten Bedingungen benötigt wird.

Einzeletiketten

Aus einer Rolle oder einem Bogen in Form und Größe einzeln ausgestanzte und gebrauchsfertige Etiketten.

Emulsion

Bei einer Emulsion handelt es sich um eine Dispersion, bei der eine Flüssigkeit in Form feinster Tröpfchen in einer anderen nicht mit ihr mischbaren Flüssigkeit verteilt ist. Bei Beschichtungsvorgängen werden häufig Öl-in-Wasser-Emulsionen eingesetzt.

Endhaftung

Haftkraft, die eine Klebstoffschicht eines Etiketts zur Oberfläche eines Körpers unter festgelegten Praxisbedingungen endgültig ausbildet. Sie wird unter FINAT Messwerten getestet und beurteilt.

Etikett mit gestanzter Anfasslasche

Einzeln gestanztes Etikett, an dem sich eine Lasche als zusätzlicher Bereich befindet. Dort ist das Etikett angestanzt, so dass das Abziehen des Silikonpapiers erleichtert wird.

Etikett zur Rundverklebung

Selbstklebe-Etikett, das komplett um ein überwiegend zylindrisches Produkt herumgeklebt wird.

F

Fadenziehen
Farbechtheit
Feuchtigkeitsausgleich
Feuchtigkeitsgehalt
Firnis
Flächengewicht
Fadenziehen

Neigung eines Haftklebstoffes, beim Abziehen des Etiketts vom Silikonpapier oder von einer Oberfläche Fäden zu ziehen.

Farbechtheit

Eigenschaft eines Materials, seine ursprüngliche Farbe auch unter äußeren Einflüssen zu behalten.

Feuchtigkeitsausgleich

Abhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit neigt ein Material wie Papier dazu, Feuchtigkeit zu absorbieren oder abzugeben, um ein Feuchtigkeitsgleichgewicht herzustellen.

Feuchtigkeitsgehalt

Üblicherweise als Prozentwert des Gesamtgewichtes angegebene Feuchtigkeitsanteil eines Materials.

Firnis

Sammelbegriff für nicht pigmentierte Oberzüge wie beispielsweise Lackierungen.

Flächengewicht

Gebräuchliche Maßeinheit im Papierbereich, die das Gewicht (die Masse) einer Papiersorte in Gramm pro Quadratmeter (g/qm) angibt.

G

Gestanzte Etiketten
Gestrichenes Papier
Glanz
Grundierung
Gussgestrichenes Papier
Gestanzte Etiketten

Selbstklebe-Etiketten auf einem Bogen oder einer Rolle, die durch das Abziehen des Abfallgitters getrennt voneinander angeordnet sind.

Gestrichenes Papier

Papierqualität, bei der die zu bedruckende Oberfläche mit einer weiß oder farbig pigmentierten Beschichtung versehen ist.

Glanz

Eigenschaft, die von einer Oberfläche mit hohem Reflexionsgrad erzeugt wird.

Grundierung

Beschichtung, die auf ein Etikettenmaterial aufgetragen wird, um die Verankerung des Klebstoffes oder der Druckfarbe zu verbessern.

Gussgestrichenes Papier

Papierqualität mit besonders hohem Glanz, der durch das Glätten des Pigmentstriches mit einem verchromten Trockenzylinder erzielt wird.

H

Haftkleber
Haftverbund
Heißsiegelklebstoff
Hitzebeständigkeit
Holzfreies Papier
Haftkleber

Kontaktklebstoff, der im Trockenzustand bei Raumtemperatur nach leichtem Andrücken auf einer Vielzahl von Oberflächen haftet.

Haftverbund

Die Verbindung der drei Grundelemente Obermaterial, Klebstoffschicht und Abdeck- bzw. Trägermaterial ergibt das Selbstklebe-Etikett, das von den Herstellern auch als Haftverbund bezeichnet wird.

Heißsiegelklebstoff

Thermoplastischer Klebstoff, der durch Erhitzen aktiviert wird.

Hitzebeständigkeit

Beständigkeit eines Materials gegen physikalische oder chemische Veränderungen bei der Einwirkung hoher Temperaturen.

Holzfreies Papier

Papiersorten, bei deren Herstellung kein Holzschliff eingesetzt wurde.

K

Kalter Fluss
Kantenablösung
Klarer Klebstoff
Klebstoff, Kleber
Klebstoffaufbau
Klebstoffaustritt
Klebstoffeindringen
Klebstoffrückstand
Klebstoffrückstand
Kohäsion
Kohäsionsfestigkeit
Konditionieren
Kontaktzeit
Kalter Fluss

Fließverhalten einer Klebstoffbeschichtung bei Raumtemperatur, das durch die Viskosität bestimmt wird.

Kantenablösung

Unerwünschtes Ablösen der Etikettenkante vom Trennmaterial.

Klarer Klebstoff

Klebstofftyp, der eine farblose und transparente Beschichtung ergibt.

Klebstoff, Kleber

Substanz zur Verbindung zweier Oberflächen mittels Adhäsion und Kohäsion.

Klebstoffaufbau

Ansammlung von Klebstoff auf Maschinenteilen während der Etikettenherstellung oder -verarbeitung.

Klebstoffaustritt

Unerwünschtes Hervorquellen von Klebstoff an den Rändern oder Schnittkanten von Selbstklebe-Etiketten.

Klebstoffeindringen

Teilweises Eindringen des Klebstoffes in das Etikettenmaterial und/oder die beklebte Oberfläche.

Klebstoffrückstand

Beim Entfernen eines selbstklebenden Etiketts auf dem Untergrund verbleibende Teile des Klebstoffs.

Klebstoffrückstand

Erscheinung, die am typischen Geräusch beim Trennen von aneinanderhaftenden Rollenlagen oder Bogen erkennbar ist und die durch widrige Druck-, Temperatur- oder Feuchtigkeitsverhältnisse verursacht wird. Führt gelegentlich zu einem Ablösen des Druckbildes.

Kohäsion

Das Auftreten bzw. die Wirkung von zwischenmolekularen Anziehungskräften.

Kohäsionsfestigkeit

Siehe Scherfestigkeit.

Konditionieren

Anpassen eines Materials an spezifische Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen für eine bestimmte Zeit.

Kontaktzeit

Zeitraum, in dem sich zwei Oberflächen, z.B. zur thermischen Aktivierung von Heißsiegeletiketten, in Kontakt befinden.

L

Lackierung
Lagerbeständigkeit
Laufrichtung
Leporello
Leuchtfarbenpapier
Lösemittelbeständigkeit
Lackierung

Durch Aufbringen einer Lackschicht erhalten Etiketten einen schützenden und/oder durch höheren Glanz dekorativen Überzug.

Lagerbeständigkeit

Zeitdauer, während der ein vorschriftsmäßig gelagerter Artikel gebrauchsfähig bleibt.

Laufrichtung

Bei Papieren gebräuchliche Angabe, die sich auf die Ausrichtung der Papierfasern parallel zur Laufrichtung der Papiermaschine bezieht. Sie ist besonders für die Druck- und Verarbeitungsprozesse bei der Etikettenherstellung von Bedeutung.

Leporello

Gefaltete Etiketten – Rollenetiketten, bei denen die Materialbahn in Zickzack-Lagen gefaltet ist.

Leuchtfarbenpapier

Spezialpapier, das eine Beschichtung mit fluoreszierenden Pigmenten aufweist. Auf diese Weise reflektiert die Papieroberfläche zusätzlich zum sichtbaren Spektrum des Lichtes auch die Wellenlängen des UV-Bereiches.

Lösemittelbeständigkeit

Fähigkeit eines Materials bzw. einer Farb- oder Lackschicht, der lösenden Wirkung spezifischer organischer Flüssigkeiten zu widerstehen.

M

Maschinengestrichenes Papier
Materialbahn
Mattglanz
Metallisierte Materialien
Maschinengestrichenes Papier

Papier, bei dem die Oberflächenveredelung mit einer Streichmasse in der Papiermaschine erfolgt ist.

Materialbahn

Haftverbund in Rollenform, der als kontinuierliche Bahn durch eine Produktionsmaschine transportiert wird.

Mattglanz

Oberflächenstruktur, die eine diffuse Reflexion des Lichtes verursacht.

Metallisierte Materialien

Papiere oder Kunststoff-Folien, auf die eine sehr dünne Metallschicht, häufig Aluminium, in einem Vakuumverfahren aufgedampft wurde.

N

No-Label-Look

O

Oberflächenbeschaffenheit
Obermaterial
Offsetdruck
Oberflächenbeschaffenheit

Strukturelle Beschaffenheit einer Oberfläche, die Einfluss auf Eigenschaften wie Glanz oder Farbhaftung hat.

Obermaterial

Teil eines Haftverbundes, der das eigentliche Selbstklebe-Etikett bildet.

Offsetdruck

Flachdruckverfahren, bei dem der Druck indirekt von der Druckplatte über ein Gummituch auf den Bedruckstoff erfolgt.

P

Passer
Permanenter Klebstoff
Primer
Passer

Paßgenaues Übereinanderdrucken der einzelnen Farben im Mehrfarbendruck bzw. das passgenaue Stanzen der gedruckten Etiketten.

Permanenter Klebstoff

Klebstoff mit hoher Endhaftung für eine dauerhafte Anbringung von Selbstklebe-Etiketten.

Primer

Beschichtungsmasse zur Grundierung (siehe auch Grundierung).

Q

Querrichtung
Querrichtung

Richtung im rechten Winkel zur Laufrichtung einer Materialbahn.

R

Register
Reißfestigkeit
Relative Luftfeuchtigkeit
Repositionierbares Etikett
Restklebkraft
Rupfen
Register

Ursprüngliche Bezeichnung für die paßgenaue Platzierung von Vorder- und Rückseitendruck. Daneben hat sich die Verwendung des Begriffes “Register” alternativ zur Bezeichnung Passer (siehe auch Passer) eingebürgert.

Reißfestigkeit

Siehe Zugfestigkeit.

Relative Luftfeuchtigkeit

Meist in Prozent angegebener Wert, der den Wasserdampfgehalt der Luft bei den vorliegenden Bedingungen (z.B. Temperatur) im Verhältnis zur maximal möglichen, den Zustand der Sättigung kennzeichnenden Wasserdampfmenge beschreibt.

Repositionierbares Etikett

Selbstklebe-Etikett, das mit einem Klebstoff versehen ist, der ein Ablösen und Wiederaufkleben während des Etikettiervorganges ohne Materialveränderungen ermöglicht.

Restklebkraft

In diesem Wert wird der Einfluss berücksichtigt, den der Kontakt mit einem silikonbeschichteten Material auf die Klebkraft eines Selbstklebe-Etiketts hat. Sie wird üblicherweise als prozentuales Verhältnis zwischen den Messwerten angegeben, die an einem Vergleichsmaterial einmal mit und einmal ohne vorherigen Kontakt zu einer silikonisierten Fläche ermittelt wurden.

Rupfen

Bei der Etikettenherstellung auftretende Erscheinung, bei der Fasern oder Partikel des Bedruckstoffes, z.B. während des Druckvorgangs durch die Klebrigkeit des Farbfilms, aus der Oberfläche herausgerissen werden.

S

Schälfestigkeit
Scherfestigkeit (einer Klebstoffmasse)
Schmelzbeschichtung
Schnittgestanzte Etiketten
Selbstzerstörendes Etikett
Sicherheitsetikett
Siebdruck
Silikon
Silikonpapier
Spaltfestigkeit
Spendegerät
Spezifische Haftung
Stanzwerkzeug, Stanze
Stauben
Steifigkeit
Substrat
Schälfestigkeit

Wird durch das Messen der Kraft ermittelt, die angewendet werden muss, um ein Selbstklebematerial unter definierten Testbedingungen (z.B. Abzugswinkel und Abzugsgeschwindigkeit) von der Oberfläche einer Standard-Testplatte abzuziehen.

Scherfestigkeit (einer Klebstoffmasse)

Auf Kohäsion beruhender innerer Zusammenhalt eines Klebstoffes, oft ausgedrückt in der Kraft, die zum Teilen oder Spalten dieses Materials erforderlich ist.

Schmelzbeschichtung

Aufbringen einer im Ausgangszustand festen Masse, die zur Ermöglichung eines Beschichtungsvorgangs geschmolzen wird.

Schnittgestanzte Etiketten

Gestanzte Selbstklebe-Etiketten, die so auf einem Trägermaterial angeordnet sind, dass mindestens eine Kante des Etiketts direkt am Nachbar-Etikett anliegt.

Selbstzerstörendes Etikett

Etikett, das nur unter Beschädigung des Substrates entfernt werden kann.

Sicherheitsetikett

Etikett, das aufgrund eines besonderen Fertigungsprozesses gegen Nachahmung oder Fälschung gesichert ist. Oder ein aus Sicherheitsgründen angebrachtes Etikett, das besondere Kontrollmöglichkeiten mittels Strichcode, zusätzlichem Eindruck etc. ermöglicht.

Siebdruck

Druckverfahren, bei dem die Farbe durch eine Schablone aus einem feinmaschigen Siebgewebe auf den Bedruckstoff aufgebracht wird.

Silikon

Silikonöle, die sich zu kautschukartigen Polyorganosiloxanen vernetzen lassen, weisen sehr niedrige Oberflächenspannungen auf. Somit sind sie ausgezeichnet als Trennmittel für Trägermaterialien von Selbstklebe-Etiketten geeignet.

Silikonpapier

Siehe Abdeckmaterial.

Spaltfestigkeit

Siehe Scherfestigkeit.

Spendegerät

Gerät zur automatischen oder manuellen Etikettierung.

Spezifische Haftung

Auf eine definierte Oberfläche bezogene Haftung eines Klebstoffes.

Stanzwerkzeug, Stanze

Dient zum Stanzen, d.h. Schneiden oder Trennen von Teilschichten eines Haftverbundes (Anstanzen) oder des gesamten Selbstklebematerials (Aus- oder Durchstanzen).

Stauben

Vor allem bei Papieroberflächen auftretende Erscheinung, während des Herstellungsprozesses von Selbstklebe-Etiketten staubförmige Teilchen abzugeben.

Steifigkeit

Fähigkeit eines Materials, einer Biegekraft Widerstand entgegenzusetzen.

Substrat

Haftverbund, der als Träger für eine Bedruckung dient.
Oder auch eine Fläche, die als Untergrund für das Aufbringen eines Haftetiketts dient.

T

Teilflächenbeschichtung
Textilklebstoff
Tiefkühlklebstoff
Tieftemperaturklebstoff
Trägerloses Haftetikett
Trägermaterial
Transparentes Etikett
Trennkraft
Trennkraft bei hoher Abzugsgeschwindigkeit
Trennkraft bei niedriger Abzugsgeschwindigkeit
Trennpapier
Trennschicht
Teilflächenbeschichtung

Beschichtung, die nur auf Teile eines Materials, zumeist in Form von Streifen oder Mustern, aufgetragen wird.

Textilklebstoff

Klebstofftyp, der zur Anwendung auf Textilien bestimmt ist und je nach Bedarf permanent klebend oder ablösbar ist.

Tiefkühlklebstoff

Siehe Tieftemperaturklebstoff.

Tieftemperaturklebstoff

Klebstofftyp, der für die Anwendung bei Temperaturen unter 5°C gedacht ist. Als verschiedene Temperaturbereiche gelten die Begriffe “Kühlbedingungen” von +5 -C bis -5°C, “Tiefkühlbedingungen” von -5°C bis -25°C und “extreme Tiefkühlbedingungen” von -25°C bis -50°C.

Trägerloses Haftetikett

Selbstklebe-Etikett, das ohne Trägermaterial geliefert wird. Damit trägerlose Etiketten als Rollenware verarbeitet werden können, wird die bedruckte Oberfläche des Etiketts mit einer Trennschicht versehen, so dass der Klebstoff der darüber liegenden Etikettenrückseite dort nicht haften kann.

Trägermaterial

Siehe Abdeckmaterial.

Trennkraft

Kraft, die zur Trennung eines Selbstklebe-Etiketts vom Trägermaterial benötigt wird.

Trennkraft bei hoher Abzugsgeschwindigkeit

Die bei einem Abzugswinkel von 180″ und einer Trenngeschwindigkeit zwischen 10 und 300 m/min zur Trennung von Selbstklebematerial und Träger erforderliche Kraft.

Trennkraft bei niedriger Abzugsgeschwindigkeit

Die bei einem Abzugswinkel von 180′ und einer Trenngeschwindigkeit von 300mm/min zur Trennung von Selbstklebematerial und Träger erforderliche Kraft.

Trennpapier

Siehe Abdeckmaterial.

Trennschicht

Beschichtung, die auf das Trägermaterial aufgetragen wird, um die einfache Trennung von Haftklebemassen zu ermöglichen.

U

Übertragbarer Haftklebstoff
Übertragklebeband
Umgebungsbedingungen
Unterbrochene Beschichtung
Übertragbarer Haftklebstoff

Zwischen zwei Trennmaterialien eingebettete Klebstoffschicht, die durch Abziehen der Trägermaterialien auf ein Substrat übertragen werden kann. Bei einem bahnförmigen Material (Obertragklebeband) genügt ein Träger, der aber doppelseitig silikonisiert sein muss.

Übertragklebeband

Siehe übertragbarer Haftklebstoff.

Umgebungsbedingungen

Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen in der Umgebungsluft.

Unterbrochene Beschichtung

Durch Unterbrechungen bei der Zuführung der Beschichtungsmasse erzielbare Teilbeschichtung von Materialbahnen (siehe auch Teilflächenbeschichtung).

V

Verankerung
Verblassen
Verbundfolie
Verlaufen
Verweilzeit
Verankerung

Haftung eines Klebstoffes, einer Beschichtung oder einer Druckfarbe auf einem Material.

Verblassen

In den meisten Fällen durch Lichteinwirkung bedingtes Nachlassen der Farbstärke von Druckfarbenschichten.

Verbundfolie

Auf Papier, Pappe oder Kunststoff kaschierte Kunststoff- oder Metallfolie.

Verlaufen

Siehe Auslaufen.

Verweilzeit

Siehe Kontaktzeit.

W

Wanderung
Wärmebeständiger Klebstoff
Wärmebeständigkeit
Wasserablösbarer Klebstoff
Wasserdämpfdichtheit
Wasserdämpfdurchlässigkeit
Wasserlöslicher Klebstoff
Weichmacher
Wischfestigkeit
Witterungsbeständigkeit
Wanderung

Übergehen bestimmter Bestandteile in angrenzende Materialien, z.B. von Klebstoffbestandteilen in das Etikettenmaterial sowie von Weichmachern aus Folien oder unvernetzten Trennmittelbestandteilen in den Klebstoff.

Wärmebeständiger Klebstoff

Klebstofftyp, der für die Anwendung bei erhöhten Temperaturen geeignet ist.

Wärmebeständigkeit

Siehe Hitzebeständigkeit.

Wasserablösbarer Klebstoff

Klebstofftyp, der bei Wassereinwirkung an Klebkraft verliert und dadurch ablösbar wird.

Wasserdämpfdichtheit

Eigenschaft eines Materials, für Wasserdampf undurchlässig zu sein.

Wasserdämpfdurchlässigkeit

Maßeinheit für die Sperreigenschaft eines Materials gegenüber Wasserdampf. Sie wird angegeben in der Wasserdampfmenge, die bei festgelegtem Feuchtigkeitsgefälle durch ein Material diffundiert.

Wasserlöslicher Klebstoff

Klebstofftyp, der sich in Wasser vollkommen löst.

Weichmacher

Substanzen, die einem Stoff beigefügt werden, um dessen Flexibilität, Dehnbarkeit, Weichheit, Klebrigkeit etc. zu erhöhen.

Wischfestigkeit

Beständigkeit einer Bedruckung oder Lackierung gegen Verwischen.

Witterungsbeständigkeit

Fähigkeit eines Materials, den äußeren Einflüssen der Witterung zu widerstehen.

Z

Zugfestigkeit
Zugfestigkeit

Eigenschaft eines Materials, einer Zugkraft standzuhalten. Sie wird in der Praxis mit der Kraft angegeben, die parallel zur Ebene des Materials aufgewendet werden muss, bis es unter festgelegten Bedingungen zu dessen Bruch führt.

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